One Laptop per Child - Ein Laptop pro Kind

Mehr als ein Kinderspielzeug

 

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10.Januar 2008

Microsoft dementiert Pläne über einen Dual-Boot-OLPC-Laptop. Stattdessen arbeitet man mit 40 Programmierern an einer Lösung Windows XP auf den Laptop zu bekommen. Die Möglichkeit der automatische Funkvernetzung soll ausgespart werden.

bis 9.Januar 2008

Momentan gibt es eine lebhafte Debatte um den OLPC. Erst steigt Intel, der Chiphersteller aus dem Projekt aus, vielleicht auch weil AMD-Prozessoren verwendet werden. Dann verkündet Bill Gates, nach neusten Schätzungen zweitreichster Mensch der Welt und Mitbegründer der Firma Microsoft, die Auflage des OLPC ist unbedeutend. Sicherlich auch weil der OLPC mit Linux läuft und nicht unter seinem Betriebssytem. Wenig später soll es nun doch Versionen des Computers geben die mit beiden Systemen bootfähig (startfähig) sind. Die Spitze der Gerüchteküche ist vielleicht mit der Nachricht über die Ex-Technologiechefin erreicht, die z.B. das sparsame Display entwickelte: sie hat das Projekt verlassen und arbeitet an einem 75-Dollar-Notebook. Wie man sieht ist da viel in Bewegung. Viele Unternehmen wollen auf den Zug der Low-Cost-Laptops (Niedrigkosten-Laptop) aufspringen. Ganz im Trend der Zeit. Sicherlich haben die Entwicklungsländer mit ihren kleinen Geldbeuteln auch weiterhin viel von dieser Entwicklung, nämlich eine Chance auf erschwingliche digitale Bildung.


Ursprünglicher Artikel:

Es ist soweit, Ende letzten Jahres hat die Bildungsinitiative "One Laptop Per Child" einen wichtigen Etappensieg errungen. Der Hundert-Dollar-Laptop (angestrebt, Jan/08 , die Presseangaben schwanken zwischen 130 und 200 Doller) hat es in die Serienproduktion geschafft. Die Massenproduktion läuft seit November 2007. Die Gesamtproduktion beläuft sich auf 100 Millionen Stück in einem Zeitraum von ca. fünf Jahren. Der grüne Winzling ist sehr robust und kann auch durch eine automatische Funkvernetzung punkten. Er ist für den Einsatz im Schulunterricht insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern entwickelt worden, erfreut sich aber wachsender Beliebtheit auch in Europa. Der Laptop ist so konzipiert, dass die Kinder mit ihm experimentieren können, alles ausprobieren ausdrücklich erlaubt. Wenn allerdings doch mal was schief gehen sollte, kann der Lehrer das Betriebssystem (Linux) per USB-Stick wieder erneuern. Die Akkus können sogar mit Solarpanel oder Handkurbel aufgeladen werden.

Die Perspektiven sind gigantisch: durch die Netzwerkfähigkeit der Bildungsmaschine ist der Traum zwei Milliarden Kinder mit modernen, hochwertigen Wissen zu versorgen in greifbare Nähe gerückt. Die Grundidee das Werkzeug Computer zu einer freien Wissensdatenbank werden zu lassen wird durch die Verwendung freier Software unterstützt. Lesen eines E-Books sind genauso möglich wie Videogespräche, Telefonie und Chat.


Eckdaten:

  • Laptop sehr robust und zum Schutz gegen Regen abgedichtet
  • stoßfester Flashspeicher mit 1024Byte
  • eingebautes WLAN (kabellose Netzwerkverbindung, z.B. für Internet)
  • drei USB-Anschlüsse
  • Kartenlesegerät für SD-Karten
  • Display 7,5 Zoll groß – ca. 19cm
  • maximale Auflösung 1200x900 Pixel (Schwarz-Weiß-Modus, 800x600 in Farbe)
  • auch im Sonnenlicht benutzbar
  • eingebaute Videokamera mit 640x480 Pixel
  • eingebautes Mikrofon
  • Zwei Lautsprecher
  • Ein- und Ausgang für Audiogeräte
  • Signaleingang zum Messen von analoger Signale (z.B. für Thermometer, Oszilloskop oder Mikroskop
  • Touchpad
  • Tastatur (wasserdicht) kann mit zwi Leuchtdioden beleuchtet werden (Einsatz bei schlechten Lichtverhältnissen)
  • Eingebauter Router (2Mbit/s) – Funkreichweite max. 2 Kilometer
  • Sehr geringer Stromverbrauch (2,5 Watt bei aktiver Benutzung), gut für handbetriebene Dynamos geeignet
  • Entwicklung „exotischer“ Tastatur-Layouts wie Nepali, Mongolisch u.a.


Umweltfreundlich:

  • Lebenszeit 2,5 Mal länger als Standard-Laptops, fünf Jahre statt zwei Jahre
  • Die Akkus haben eine viermal längere Lebensdauer als Standard-Akkus
  • Der Stromverbrauch beträgt nur 10% eines Standard-Laptops
  • Start eines Recycling-Programms für alle XO-Computer


http://www.laptop.org/



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Kommentare

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  1. Hans-Jürgen Redlich schreibt:

    Die WELT schreibt am 5. Januar 2008, das der 100-Dollar-Laptop vor dem Scheitern steht, da Chiphersteller Intel die Mitarbeit aufkündigt. Ausserdem kostet der Laptop gerade 200 Dollar. Nachzulesen unter: http://www.welt.de/welt_print/article1519507/100-Dollar-Laptop_vor_dem_Scheitern.html


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